leiner Steinpilz wächst unter Moos

Der Steinpilz ist ein sehr beliebter und auch hervorragender Speisepilz und gehört zur Familie der Röhrlinge, genauer gesagt zu den Dickröhrlingen. Er wird oft auch liebevoll einfach nur „Steini“ genannt und ist ein absoluter Edelpilz. Eigentlich ist er der König der Speisepilze, denn neben Champignon, Pfifferling und Fliegenpilz gibt es wohl kaum einen bekannteren Pilz als der Steinpilz.

Der Steinpilz ist auch nicht züchtbar weil er ein Mykorrhizapilz ist. Mykorrhizapilze gehen eine Symbiose mit Bäumen ein, das heisst sie liefen dem Baum wichtige Nährsalze und auch Wasser und andersherum erhalten sie vom Wirtsbaum durch  Photosynthese der (grünen) Pflanzen erzeugte Stoffwechselprodukte (Assimilate) . Da eine Zucht momentan immer noch nicht möglich ist, gehört er er auch zu den teureren Speisepilzen. Der Preis schwankt allerdings von Jahr zu Jahr recht stark, je nachdem ob es viele Steinpilze gibt oder nicht.

Der Edelpilz erfreut sich einer sehr grossen Beliebtheit, denn nicht nur unter Gourmets wird der Steinpilz sehr geschätzt sondern auch bei Pilzsammlern ist er extrem begehrt.

Vorallem für Anfänger bietet sich der Steinpilz geradezu an weil es kaum Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen gibt, ausser dem Satansröhrling ist mir nämlich kein Giftpilz unter den Röhrlingen bekannt. Der Satansröhrling ist aber auch durch seine rote Farbe sehr gut zu erkennen.

Weitere Verwechslungsmöglichkeiten sind andere Steinpilzarten , Maronen (guter Speisepilz), Flocken- und Netzstieliger Hexenröhrliung die man auch recht leicht unterscheiden kann durch ihre rötliche Farbe (essbar aber nicht roh essen und nicht mit Alkohol kombinieren) und sowohl wurzelnder Bitterröhrling als auch der Gallenröhrling sind beides Pilze die man mit dem Steinpilz verwechseln kann- Die beiden sind zwar nicht giftig aber machen das Essen ungeniessbar bitter, wenn man sich nicht sicher ist dann hilft eine kleine Geschmacksprobe.

wie erkennt man einen Steinpilz

ledrige haut

Warum heisst der Steinpilz überhaupt Steinpilz und hat er auch noch andere Namen?

Der Steinpilz (Boletus Edulis) verdankt seinen Namen in erster Linie durch sein Gewicht aber auch durch sein kompaktes und festes Fruchtfleisch, vorallem junge Steinpilze sind meistens steinhart.

Der Steinpilz ist auch noch bekannt unter den Namen: Herrenpilz, Dobbermigl (auch Dobberniggl ), Pilftling, Beisserl oder einfach nur Steini.

Verschiedene Steinpilzarten die man oft nur als „der Steinpilz“ kennt.

Der gemeine Steinpilz. auch Herrenpilz genannt ist nämlich nicht der einzige Steinpilz den es gibt, man sagt zwar meist immer nur “ Der Steinpilz “ aber eigentlich gibt es davon mehrere Arten wie zum Beispiel: der Fichtensteinpilz, der Birkensteinpilz, der Sommersteinpilz (auch Eichensteinpilz), der Kiefernsteinpilz (auch rotbrauner- oder rothütiger- Steinpilz) und der Bronzeröhrling (auch schwarzhütiger Steinpilz)

Wann und wo findet man Steinpilze?

Wann wachsen Steinpilze

Die Steinpilzsaison beginnt im Juni und zieht sich bis in den Nowember hinein, vereinzelt findet man aber auch Exemplare im Mai oder Dezember. Der Höhepunkt der Steinpilzsaison ist meist im September und Oktober aber je nach Witterung kann das schonmal ein wenig variieren.

Wo wachsen Steinpilze

steinpilzanzeiger mehlräsling auch umgeekehrt pfefferröhrling und fliegenpilz

Nährstoffe und Mineralien

Dass der Steinpilz sehr gesund ist, ist schon lange bekannt denn bereits im Mittelalter war der Pilz sehr begehrt, damals diente er vorallem den armen Bauern als wichtiger Eiweisslieferant. Weil in dieser Zeit sowohl die Jagd als auch die Viehzucht nur Grossgrundbesitzern zugänglich war, war es für die arme Bevölkerungsschicht sehr schwer ihren Bedarf an Eiweiss zu decken. Aber beim heimlichen Steinpilze sammlen durften sie sich nicht erwischen lassen, da dieser eigentlich als Delikatesse galt und war deshalb den Oberen vorenthalten. Der Finder war also dazu verpflichtet seine Funde an den Adel oder die Kirchenoberhäupter abzugeben.

Nährwerte, Mineralien und Vitamine

In frischen Steinpilzen sind neben circa 3-4 Prozent Eiweiss in etwa 7 Prozent Ballaststoffe und fast keine Kohlehydrate und Fett enthalten. Vitamine sind natürlich auch enthalten. Steinpilze sind vor allem reich an Vitamin D und haben einen sehr hohen Kalzium-Gehalt.

, vitamin d, alle b vitamine, vitamin e und k, mineralstoffreich , besonders eisen, kalium, kupfer mangan, zink, wichtige quelle selem, schwermetalle wie blei cäsium und cadnnium sowie quecksilber

Nährwerttabelle

Energie (kcal)20,0 kcal
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 2500 kcal1 %
Fett0,4 g
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 60 g1 %
Kohlehydrate0,5 g
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 300 g0 %
Eiweiß, Proteingehalt3,6 gEiweiß kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 60 g6 %
Ballaststoffe6,9 g
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 50 g14 %
Wasser87,7 g
Tagesbedarf: 3 Liter3 %
Broteinheiten  Deutschland0,0 g
Broteinheiten  Schweitz0,1 g
Broteinheiten  Grossbritannien0,0 g
Mineralstoffe (Rohasche)0,8 g
organische Säuren0,1 g
Vitamin A Retinoläquivalent1,0 µg (= 3,3 IE)Vitamin A kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 900 µg 0 %
Vitamin A Beta-Carotin6,0 µg (= 20,0 IE)
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 2000 µg0 %
Vitamin B1 Thiamin33,0 µg (= 11,0 IE)Vitamin B1 kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 1100 µg 3 %
Vitamin B2 Riboflavin370,0 µgVitamin B2 kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 1200 µg31 %
Vitamin B3 Niacin4.900,0 µgVitamin B3 kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 15000 µg 33 %
Vitamin B3 Niacinäquivalent9.350,0 µg
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 17000 µg 55 %
Vitamin B5 Pantothensäure2.700,0 µgVitamin B5 kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 6000 µg45 %
Vitamin B6 Pyridoxin30,0 µgVitamin B6 kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 1400 µg 2 %
Vitamin B7 Biotin 15,0 µgVitamin B7 kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 45 µg 33 %
Vitamin B9 gesamte Folsäure25,0 µg
Durchschnittlicher Tagesbedarf: k. A.k. A.
Vitamin B12 0,0 µgVitamin B12 kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 4 µg 0 %
Vitamin C 2.500,0 µg Vitamin C kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 100000 µg 3 %
Vitamin D 3,1 µg Vitamin D kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 20 µg 16 %
Vitamin E 158,0 µg
Durchsch nittlicherTagesbedarf: 14000 µg1 %
Vitamin E40,0 µgVitamin E kaufen
DurchschnittlicherTagesbedarf: 14000 µg 0 %
Vitamin K 15,0 µgVitamin K kaufen
Durchschnittlicher Tagesbedarf: 60-80 µg
je nach Alter und Geschlecht
19-25 %

Anwendungsgebiete

Da der Steinpilz ist neben Champignon und Shitake einer der wenigen Pilze ist die man auch roh essen kann

Wie macht man Steinpilze haltbar?

Um Steinpilze haltbar zu machen gibt es verschiedene Methoden, wenn du also Steinpilze konservieren willst, dann hast du die Qual der Wahl denn man kann sie sowohl trocknen oder einfrieren als auch einlegen oder einkochen. Auf die einzelnen Verfahren möchte ich aber im folgenden gerne etwas genauer eingehen .

Steinpilze trocknen.

Vorteile des Trocknens

Das trocknen der Steinpilze bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen wird der Geschmack durch das trocknen viel intensiver, da dem Steinpilz das Wasser entzogen wird, wodurch die Aromastoffe viel konzentrierter sind und zum anderen brauchtst du für die anschliessende Lagerung keine Stromquelle. Hinzu kommt noch das geringe Gewicht, getrocknete Steinpize eignen sich deswegen also hervorragend als Proviant beim Wandern oder Campen.

Vorbereitungen vor dem eigentlichen trocknen

Wenn du Steinpilze trocknen willst, dann geht das am einfachsten mit einem Dörrgerät. Falls du noch nicht im Besitz eines Dörrgerätes sein solltest, kannst du dir entweder einen *Dörrautomat kaufen oder du kannst die Steinpilze auch im Backofen trocknen, was allerdings mehr Energie verbraucht. Solltest du also vorhaben öfters Pilze, Obst oder Gemüse zu trocknen dann lohnt sich der kauf eines *Dörrgeräts aber auf jeden Fall.

Bevor du die Steinpilze trocknen kannst musst du die erst einmal säubern aber auf keinen Fall mit Wasser waschen weil sowohl der Geschmack darunter leidet als auch der Trockenprozess erschwert wird, ausserdem kann es so schneller zu Schimmelbildung kommen.

Am besten einfach die schmutzigen Stellen mit einem scharfen Messer abschaben oder mit einem Tuch abwischen. Nach dem Putzen musst du die Pilze in gleichmässige Scheiben schneiden, solltest du nicht so geübt mit dem Messer umgehen können dann kannst du auch so einen *V-Hobel nehmen (benutze ich übrigens selber), ein Eierschneider soll es angeblich auch tun aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Es ist aber wichtig dass alle Scheiben gleich dick sind weil sonst jede Scheibe einen anderen Trocknungsgrad bekommt.

Der Trocknungsprozess

Nachdem die Steinpilze also gesäubert und geschnitten wurden, beginnt nun der eigentliche Trocknungprozess. Dazu werden jetz die einzelnen Pilzscheiben nebeneinander auf die Einsätze des Dörrautomaten gelegt oder bei Verwendung des Backofens auf den Gitterrost. solltest du beides nicht zur Verfügung haben, dann tut es auch ein mit Backpapier belegtes Backblech, allerdings muss man die Pilze dann zwischendurch mehrfach wenden.Die Pilzscheiben sollten sich aber auf jeden Fall nicht gegenseitig berühren weil sie sonst an den Berührungsstellen nicht richtig trocknen und das wie bereits erwähnt zu Schimmelbildung führen kann.

Jetzt setzt du entweder die Einsätze in das Dörrgerät oder den Gitterrost in den Backofen und stellst die Temperatur ein, am besten eignet sich eine Temperatur zwischen 40 und 50 Grad, ich nehme immer die goldene Mitte. Beim Backofen arbeitest du am besten mit Umluft und lässt die Tür einen kleinen Spalt offen damit das verdunstete Wasser aus dem Backofen entweichen kann ich habe dazu immer einen Holzlöffel in die Ofentür geklemmt damit diese sich nicht komplett schliesst.

Die Trockendauer kann jeweils sehr stark schwanken, je nach Dicke der Scheiben oder Feuchtigkeitsgrades der Pilze. Meistens liegt sie irgendwo zwischen 2 und 4 Stunden, am besten einfach regelmässig mal nachschauen. Die Temperetur sollte aber definitiv nicht über 50 Grad liegen weil wir die Pilze ja weder garen noch die Vitamine killen wollen. Theoretisch kann man den steinpilz auch unter optimalen Bedingungen an der frischen Luft trocknen aber dabei steigt das Risiko dass sich Schimmel bilden kann um ein Vielfaches

Die richtige Lagerung der getrockneten Steinpilze

Kochrezepte mit Steinpilzen

Heilpflanze  steinpilzsalz

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